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  | Tag des offenen Denkmals 2003 |
Sonntag, 14. September 2003 Zum Tag des offenen Denkmals organisiert der Verein für Geschichte e.V. in Zusammenarbeit mit der VHS Rhein-Erft mehrere Führungen in Pulheim-Brauweiler, Pulheim-Orr und Pulheim-Stommeln. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Pulheim-Stommeln, 11.00 Uhr Führung durch die alte Martinuskirche auf dem Stommelner Friedhof Leitung: Josef Wißkirchen Treffpunkt: Alte Kirche auf dem Friedhof (Nähe Bahnhof)
Die alte Stommelner Martinuskirche, malerisch auf dem Stommelner Friedhofshügel gelegen, ist ein architektonisches Kleinod. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts wurde sie unter Denkmalschutz gestellt, um sie vor dem drohenden Abriss zu bewahren. 962 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt. In ihrer heutigen Bausubstanz geht sie auf das 12. Jahrhundert zurück. Der Kirchenraum erhielt durch Bauerweiterungen im 16. Jahrhundert seine heutige Gestalt, der Kirchturm im 17. Jahrhundert. Von künstlerischem Interesse sind u.a. die modernen Chorfenster von Franz Pauli mit Darstellungen aus dem Leben der selig gesprochenen Stommelner Begine Christina sowie die modernen Bronzetüren von Wolf von Borries.
Pulheim-Stommeln, 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr Führungen durch die alte Windmühle (halbstündlich) Leitung: Peter und Paul Krämer Treffpunkt: Am Eingang der Mühle, Nagelschmiedgasse Die alte Stommelner Windmühle steht auf einem Sporn der eiszeitlichen Mittelterrasse und stellt das weithin sichtbare Wahrzeichen Stommelns dar. Die heute noch funktionstüchtige Mühle wurde im Jahre1860 erbaut. Sie steht in der Tradition einer hölzernen Bockwindmühle, die erstmals 1503 urkundlich erwähnt ist. Die Führungen finden halbstündlich in kleinen Gruppen von jeweils 10 Personen statt. Wegen der steilen und schmalen Treppenleitern können nur Erwachsene teilnehmen. Die Teilnahme an den Führungen geschieht auf eigene Gefahr der Teilnehmer. Es ist festes Schuhwerk ratsam.
Pulheim-Orr, 11.00 Uhr und 15.00 Uhr Führungen durch den historischen Landschaftsgarten von Haus Orr Leitung: Peter Schreiner Treffpunkt: vor dem Tor zum Park auf dem Weg, der von der Landstraße abgeht.
Das 1838 vom damaligen Dombauinspektor und späteren Dombaumeister (ab 1842) Karl Friedrich Zwirner erbaute Herrenhaus Orr zählt zu den frühesten Beispielen neugotischer Profanarchitektur im Rheinland. Bereits zur Bauzeit des Hauses gab es eine Parkanlage, in die der ehemalige Rheinarm, an dessen Uferkante das Haus erbaut wurde, einbezogen war. 1842 erlangte der damalige Besitzer Peter Daniel Koch durch eine Kabinettsorder König Friedrich Wilhelm IV. die Erhebung des Anwesens zum landtagsfähigen Rittergut. Zwischen 1845 und 1887 wurde der Landschaftspark vermutlich durch den Gartenarchitekten Fritz Rosorius aus Düsseldorf umgestaltet. Der Landschaftsgarten von Haus Orr wurde in der Folge als Wohn- und Festraum verwendet. Er bildete mit seinem Nutzgarten eine Ernährungsgrundlage, war Erlebnisraum, Sportareal und Jagdrevier. Mit der Anlage von Gräbern bot er außerdem einen Ort für die Trauer um verstorbene Angehörige der Besitzerfamilie. Pulheim-Brauweiler, 14.00 Uhr Führungen durch die Abtei Brauweiler (in drei Gruppen) Leitung: Helene Hoffmann, Rotraud Lühdorff, Günter Wewer Treffpunkt: in der Abteikirche
Der Komplex der ehemaligen Benediktinerabtei Brauweiler zählt zu den wenigen noch erhaltenen Klosteranlagen im Rheinland. Hervorgegangen aus einer Gründung der lothringischen Pfalzgrafenfamilie war die Abtei 778 Jahre lang ein geistiger und kulturell-religiöser Mittelpunkt im Kölner Umland. Nach wechselvoller Geschichte wurde die Abtei im August 1802 durch Säkularisation aufgehoben. Während die Abteikirche ihre Funktion als Gotteshaus beibehalten konnte, mussten die Abteigebäude zweckentfremdet verschiedenen Bestimmungen dienen. Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten zwischen 1978 und 1988 beherbergen die Gebäude heute verschiedene Dienststellen der Kulturabteilung des Landschaftsverbandes Rheinland.
(8/05/03)
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